Kleiner Reisebericht von Matthias

Hallo,
zuallererst noch einmal ein großes Dankeschön an Mark und Sabine für den netten Empfang in ihrer Behausung. Ich habe in dieser einen Woche wirklich viel erlebt und werde hier nun kurz einiges berichten.

00Gleich am ersten Tag gings runter zum Strand, sonnen. Dabei holte ich mir gleich einen Sonnenbrand. Vom Baden muss ich an dieser Stelle eindringlich abraten. Die monströsen Wellen hätten mich fast gekillt! Wieder unterwegs staunte ich auch nicht schlecht: Spar hier – Schlecker da – einmal kurz umgesehen und man fühlt sich sofort heimisch. Im Aufzug zur Wohnung war noch ein „TÜV-Rheinland“-Aufkleber…man könnte fast meinen man ist noch in Deutschland. Da hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf. Am Beispiel der Ampelnutzung zeige ich nachfolgend die Unterschiede. Während man in Deutschland bei grün geht und bei rot steht, funktioniert dieses Prinzip hier nun nicht so. Man muss sich also daran gewöhnen, bei grün und rot zu gehen, nur das man bei grün noch etwas mehr aufpassen muss, da die Leute ihre Führerscheine scheinbar aus Ü-Eiern (Kinder Surpresa, wie der Spanier sagt) bekommen.Es fällt schnell auf, dass das Autofahren hier deshalb weniger sorgsam durchgeführt wird. Zirka 9 von 10 Autos haben Beulen, das sagt alles. Außerdem ist der Abstand zu anderen Autos beim Parken auch mal negativ.

01Beim weiteren Erkunden der Stadt kamen wir auch endlich zur Einkaufsmeile La Rambla und den angeschlossenen Markt LA Boqueria. Dieser hat es mir besonders angetan. Vor allem wegen der leckeren, frischen 1€-Fruchtsaftbecher, die scheinbar auch nicht nur mir gefallen haben 😉 Ein weiteres kleines Erlebnis gabs dann zum Mittag bei Mc Donalds. hier konnte man doch tatsächlich Bier zu seinen Burgern bestellen. Gesagt – getan! Das müsste es auch in Deutschland geben…
In den folgenden Tagen liefen wir jeweils immer zweistellige Kilometerzahlen ab. Aber wegen der Größe der Stadt griffen wir doch ab und zu auf die günstige Metro zurück.Dort fiel auch gleich ein 02witziges Schild auf: 30,05€ Strafe…wem ist der Mist nur eingefallen ^_^

Eine weitere, witzige Szene bot sich auf dem alten Olypiagelände von 1992. Dort war scheinbar gerade ein Kinderfest im Gange und auch viel los und wir stießen auf folgendes. Ohne Worte. Ich hätte nurnoch zum Kellner gehen und fragen müssen „Führen sie auch Coca Cola?“

03Ab und an fühlte man sich jedoch, als wäre man in einem kleinen Kaff. Zum Beispiel als uns eine Gruppe aus Deutschland über den Weg lief, die uns am Vortag in einer ganz anderen Ecke der Stadt darum baten, ein Bild von ihnen zu machen. Oder auch wenn des öfteren der Wohnungsmitbewohner unseren Weg kreuzte (und wir ihn mit boshafter Konztanz ignorierten *g).
Eines unserer Ziele war auch ein Krankenhaus. Nein, niemand wurde verletzt, unsere Absichten dort waren rein touristischer Natur. Das „Hospital de la Santa Creu i Sant Pau“ existiert 04nämlich schon seit über 100 Jahren und gehört auch zum Weltkulturerbe der UNESCO. Gelohnt hat sich der Besuch auf jeden Fall. Wann sieht man sonst schonmal ein Krankenhaus, in dem Flyer für Touristen ausliegen. 😉
Ähnlich prunkvoll ging es im Barri Gòtic weiter, wo wir „La Catedral“ anvisierten und auch betraten. Fans beeindruckender Bauten kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Wir kamen auch noch an weiteren Kirchen vorbei, namentlich „Santa Maria del Mar“, „Església de les Saleses“ und „Església de la Concepció“, 05die alle lohnenswert sind.

 

Abends fiel mir dann noch etwas negativ auf: Der „Torre Agbar“ (Riesendildo, den man in älteren Blogeinträgen schon sieht) soll jede Nacht von 4500 Leuchtdioden in 4 Farben beleuchtet werden. Theoretisch. Tut er aber scheinbar bei meiner Anwesenheit nicht. *grml* Nunja, man kann nicht alles haben. Vielleicht wirds ja Silvester was. Dafür konnten wir zu dieser späten Stunde dem Licht- und Musikschauspiel der Font Màgica, dem magischen Brunnen von Montjuic, beiwohnen. Ein wahres Erlebnis!
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Zu den atemberaubensten Locations Barcelonas gehören zweifelsohne an vorderster Stelle die Bauten von Gaudi.
Hier besuchten wir die Casa Battló (hier auf dem Bild noch die Casa Amatller links daneben), die Casa Milà (auf dem zweiten Bild posiere ich auf deren Dach) und den Parc Güell (siehe Bild mit Fließenlehne in Marks letztem Eintrag), in dem wir auch eine Papageienfamilie beobachten konnten.
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14Zu guter Letzt stand natürlich auch noch die Sagrada Famila, das Wahrzeichen Barcelons, auf dem Plan. An dieser arbeitete Gaudi 43 Jahre und sie hat heute über 2 Mio Besucher pro Jahr. Gegenwärtig sind aber trotzdem erst 8 der 18 Türme fertiggestellt (der größte soll mit 170m der höchste Kirchturm der Welt werden) und auch erst 2 der 3 Fassaden (die Hauptfassade fehlt noch komplett). Die Geburtsfassade ist seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe, wie die vorher besuchten 3 Anlagen auch. Bei meinem nächsten Besuch wollen wir diese auch betreten, die Vorfreude ist schonmal da!

Weitere unserer Ausflugsziele waren der „Plaça Reial“ mit dem Drei-Grazien-Brunnen, der Placa de Sant Jaume (wo das Rathaus Barcelonas und der Regierungssitz Kataloniens steht) der Olympische Hafen (Port Olímpic) mit einem knapp 50m hohem Stahlfisch und Blick aufs Hotel „W Barcelona“, welches eine Segelform besitzt und auch erst diesen Monat seine Pforten öffnete. Weiterhin betrachteten wir noch die Christoph Kolumbus Säule beim beim Alten Hafen (Port Vell), kamen beim Mìro-Museum vorbei und durchliefen den „Arc de Triomphe“ (anlässlich der Expo-Weltausstellung 1888 errichtet, viel kleiner als sein Pariser Vorbild). Wir schlenderten auch durchs „Poble Espanyol“ – das spanische Dorf. 15Dieses zeigt Nachbildungen charakteristischer Häuser aus allen Regionen Spaniens. In dessen Nähe kamen wir auch am „Barcelona-Pavillon“ vorbei – ein AUsstellungspavillon Mies van der Rohes für das Deutsche Reich zur Weltausstellung 1929. Hier war uns aber wie auch andere male das Eintrittsgeld zu hoch, da das Prei-Leistungs-Verhältnis unausgewogen schien…
Auf die Burg „Castell de Montjuic“ sind wir dann noch per Seilbahn gefahren und genossen einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und auch den Industriehafen, den wir bisher auch noch nicht gesehen hatten.
Als letztes nenne ich hier noch sehenswerte Häuser, die wir besucht haben. Diese sind zwar nicht von Gaudi entworfen, strahlen aber eine ähnliche Faszination aus: „Casa Comalat“, „Casa Amatller“, „Casa Macaya“, „Casa Thomas“ & „Casa Terrades“. Es gibt zwar noch viel mehr zu sehen, aber das schafft man kaum noch alles in einer Woche…Viel Spass wünsch ich den beiden noch für die nächsten Monate und freue mich schon auf Silvester.
Und hoffentlich gewittert es dann nicht wieder über dem Flughafen, damit das Flugzeug pünktlich startet 😉
Ciaui!16

2 thoughts on “Kleiner Reisebericht von Matthias”

  1. konnte hier aus platzgründen leider nichtmal 1/100 meiner bilder präsentieren. bei bedarf stehe ich gerne für eine präsentation zur verfügung ^_^

    und anmeldungen für „original“ gucci & prada-taschen zum käuflichen erwerb (bei barcelonas fast legalen straßenhändlern) auch an mich. muss dann aber bis silvester warten 😉

    mfg

  2. toller reisebericht 🙂
    da kriegt man richtig lust, mal wieder nach europa zu reisen… ach ja, und schoene fotos. aber wen wundert’s, bei der cam 😉

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